In der vergangenen Ausgabe berichtete blu darüber, dass Dresdens erstes Cruisingkino, das DuplexX, von der Schließung bedroht ist. Das Bauaufsichtsamt der Stadt Dresden hatte im Januar diesen Jahres die sofortige Schließung der Einrichtung verfügt. Begründet wurde die Entscheidung damit, das DuplexX sei eine so genannte Vergnügungsstätte mit sexuellem Hintergrund, die im Sanierungsgebiet "Äußere Neustadt" gemäß des Erneuerungskonzepts des Viertels explizit ausgeschlossen ist.

Wie die Betreiber aktuell mitteilten, hat die Stadt Dresden die sofortige Schließungsverfügung zurückgenommen. blu sprach mit Frank Klinke über die aktuelle Entwicklungen:

Im Januar wurde das DuplexX von der Schließungsverfügung überrascht. Wie habt Ihr reagiert?

Natürlich waren wir überrascht, verärgert und vor den Kopf geschlagen. Wir dachten an unsere Gäste und natürlich auch an unsere Mitarbeiter in Dresden. Nach einigen schlaflosen Nächten haben wir einen Anwalt beauftragt, der sich der Sache annahm.

Habt Ihr darüber nachgedacht, den Standort Dresden aufzugeben?

Ja, sicher war dies eine Option, aber die schlechtere von den beiden. Wir haben uns fürs Kämpfen entschieden, um diese schwule Lokalität gegen die schwulenfeindliche Stadtverwaltung von Dresden für unsere Gäste zu erhalten.

Nun hat die Stadt die sofortige Schließung zurückgenommen, ist die Existenz des DuplexX am jetzigen Platz nun dauerhaft gesichert?

Nein, das nun leider auch nicht. Ein lange gerichtliche Auseinandersetzung steht uns bevor. Ausgang ungewiss. An dieser Stelle ein Dankeschön an unsere vielen Gäste, welche uns unterstützen und an unsere Mitarbeiter, die einen großartigen Job machen.

Das DuplexX bleibt - vorerst