Interview

blu interviewte den Gaylaktika-Veranstalter Roberto Weinhold aka Atimo und Projektmanager Robert Malorny

Ab ins All. Atimo, Du veranstaltest mit deinem Projektmanager Robert diese neue Gayparty, warum, glaubst Du, herrscht gerade jetzt Bedarf in der Community, während sich die Schwulen zunehmend aus der Szene zurückziehen und dadurch in nahezu allen deutschen Großstädten ein Party- und Kneipensterben verursachen?

Sowohl in Dresden als auch bei meinen Städtereisen wie z.B. nach Berlin, München, Köln und seit neusten regelmäßig Stuttgart habe ich bis jetzt kein Kneipen- geschweige den Partysterben festgestellt. Lediglich beobachte ich einen steigenden Anspruch auf Abwechslung.

Robert, Du studierst derzeit Produktionstechnik, kannst Du als berechnender Mensch bereits eine grobe Schätzung abgeben, wie voll der Blaue Salon zur ersten "Gaylaktika" wird, wie hoch sind die Erwartungen?

Menschen lassen sich nicht wie Technik berechnen und so kann ich dir auch keine genau Zahlenprognose nennen - bis jetzt haben sich aber schon viele Freunde auch überregional angemeldet, Münchner und Leipziger sind dabei. Sie wollen mit den Dresdner Gays in einer der tollsten Locations der sächsischen Landeshauptstadt feiern. Ich habe ein sehr gutes Gefühl.

Atimo, von "Sungay" im PM und "Gentlemen's Club" im Arteum über "Disco wo:Anders" im Bärenzwinger bis zur "Think Pink" in der Spinnerei blickst Du bereits auf einige Gaypartys zurück, warum nicht mal eine Hetenparty?

(Lach) Wer sagt denn, dass ich keine mache? Die Gayszene interessiert sich lediglich nicht dafür.

Von "Conny's Funkbusch" aus Berlin, die ursprünglich auch im Parkhotel starten wollten, spricht nach nur drei Veranstaltungen inzwischen kein Mensch mehr - was macht Ihr anders?

Ohne Conny's Funkbusch schlecht machen zu wollen, aber eine zusätzliche monatliche Gayparty in der Spinnerei mit musikalischen Stil á la Claire Rasil war nicht das, was die Szene wirklich brauchte. Wir haben für die Premiere eine edle Location, in der es glitzert und glamourt, wie die Szene es mag. Die Gaylaktika ist außerdem die einzige schwul-lesbisch-sächsische Antwort auf altbackene "Tanz in den Mai" - Veranstaltungen. Hinzu kommt frühlingsbeflügelte Musik von Stereofunk, mit der die Gaylaktika wirklich "völlig losgelöst von der Erde" sein wird. Und nicht zuletzt werden einige sexy Flugbegleiter am Start sein.

Atimo, zur offiziellen CSD-Abschlussparty legst Du neben DJ Regino auf, den Du für die "Think Pink" auch des öfteren als Highlight buchst, setzt Du beim Gaylaktika-Booking ebenso auf Lokal-Matadoren?

Die Gaylaktika wird für jede Mission den passenden musikalischen Commander bekommen. Stereofunk ist bekannt als Kapitän von Popmuschi und damit international erfolgreich. Zu unserem Glück nimmt er nach langer Soloababstinenz den Steuerknüppel der Gaylaktika in die Hand.

Danke für das Gespräch.

mb

Gaylaktika