Chantal ("Chantals House of Shame" Berlin)


Foto: www.anton-milagros.de

Du bist die Veranstalterin von "Chantals House of Shame". Ich habe gehört, du bist eine skandalöse Gastgeberin. Woher kommt dieser Ruf?

Darling - ich und skandalös? (Anmerkung der Redaktion: Chantal praktiziert einen der berühmt-berüchtigten überfallartigen Zungenküsse an unserem Interviewer.) Ich verkörpere das, was sich der normale Schwule nicht traut zu sein, aber insgeheim vielleicht schon immer sein wollte. Ich bin die KNEF, Schätzchen!

Wie begann das House of Shame und wie hat sich entwickelt?

Angefangen hat alles ganz klein im Goldmine. Dann wurde es aber sehr schnell sehr groß in Clubs wie dem Ostgut und Sage, dem heutigen Berghain bzw. Kitkat. Nachdem wir dann die letzten Jahre im Kinzo Club in Berlins Mitte gastierten, sind wir nun seit 2008 im Bassy Club angelangt. Wohl eine der optisch wahnsinnigsten Locations, die man sich vorstellen kann. Zwischen ausgestopften Kojoten und alten Bankschließfächern gibt es genügend dunkle Ecken, damit unsere Gäste ihre wilde Seite ausleben können. Alles kann, nichts muß.

Als bekannteste Berliner Donnerstags-Gayparty seid Ihr eine Institution in der Szene - was genau macht Deine Party anders als andere?

Chantals House of Shame ist seit Anfang an ein Sammelbecken für die etwas anderen Clubgänger und daher immer ehrlicher und direkter als all die Standard-Schwulen-Parties in Berlins Szene. Darauf bin ich sehr stolz und ich weiß, daß ich es richtig mache. Ich bin CHANTAL!

Natürlich haben wir ein überwiegend schwules Stammpublikum, das uns seit Jahren die Stange hält. Aber seitdem wir im Bassy Club sind, schneien auch viele Touristen rein, hetero, schwul, Frauen oder Männer. Jung und alt. Unsere Tür steht allen Offenen offen. www.myspace.com/chantalshouseofshame

Veranstalterin des Monats