Der sozialdemokratische Arbeitskreis der Lesben und Schwulen in der SPD blickt in Deutschland auf sein 32-jähriges Bestehen zurück. Der ebenfalls 32-jährige Christian Hartphiel - ein gutaussehender Templiner, der in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt - war bis Mitte März der Vorsitzende des Landesverbands Brandenburg, der seit 2007 existiert.

Doch plötzlich war Schluss, Hartphiel kündigte seinen Rückzug an und konzentriert sich nun auf seine vielfältigen Aufgaben in der Uckermark, wo er neben verschiedenen politischen Ämtern seit fünf Jahren den translesbischwulen Verein UM.QUEER e.V. leitet.

Neuer Schwusos-Vorsitzender ist Tino Ziemann, der als erste Amtshandlung erklärte, dass der Ankündigung im Koalitionsvertrag der Landesregierung, schwullesbische Vereine zu unterstützen, nun Taten folgen müssten, denn bisher sei die SPD in Brandenburg Motor der Gleichstellungspoltik gegenüber queeren Menschen gewesen und man werde sich dafür einsetzen, dass dies auch so bliebe.

Die Schwusos-Mitglieder treten konkret für eine Neuorientierung in der brandenburgischen Homosexuellenpolitik ein, insbesondere eine Förderung lokaler und regionaler Projekte im ganzen Land Brandenburg mit den bisherigen Fördermitteln für die Potsdamer Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange (AndersARTiG e.V.) steht ganz oben auf der Liste der Forderungen. Außerdem müssten in Zukunft die bereits bestehenden Initiativen gefördert werden, die die tatsächliche Arbeit vor Ort leisten und der zuständigen Fachministerin für Gesundheit wird nahe gelegt, die Aufnahme der Vereine Katte e.V. und Positiv Wohnen e.V. in die Deutsche AIDS-Hilfe zu unterstützen.

mb

Frischer Wind bei den Schwusos Brandenburg