Am 13. Februar gründeten Potsdamer Sozialdemokraten den AK Schwusos Potsdam. Damit ist die SPD in Brandenburg die einzige Partei mit einem Arbeitskreis für Schwule, Lesben und Transgender, der nicht von Berlin aus gesteuert wird, gibt Marco Hoffmann an. Er ist erster Vorsitzender der Schwusos Potsdam, der die Landeshauptstadt schon immer als Motor in Sachen Gleichstellungspolitik sieht.

Gerade zum bevorstehenden CSD in der Landeshauptstadt wollen sich die Schwusos einmischen und zum Beispiel auf die ungerechte Steuergesetzgebung und das derzeitige diskriminierende Adoptionsrecht hinweisen. Außerdem machen sich die Schwusos für eine Umverteilung der Mittel für Antidiskriminierungspolitik gegenüber Lesben und Schwulen stark. Marco Hoffmann sagt dazu, "Die bisherige alleinige Förderung eines allumfassenden Lesben- und Schwulen-Projekts kann nicht sinnvoll sein. Es gibt eine kleinteilige, aber breitgefächerte Community-Struktur in Brandenburg. Wir müssen genau diese 'Vor Ort-Arbeit' fördern. Das Land steht in der Pflicht genau über diesen Punkt, nämlich Geld direkt an Projekte auszugeben, nachzudenken."

Mit einer eigenen Ausstellung sind die Schwusos Potsdam zum CSD der Landeshauptstadt präsent. Diese wird am 20. April um 15 Uhr auf dem Flur der SPD-Landtagsfraktion eröffnet. Darüber hinaus haben sich die Schwusos vorgenommen, auf möglichst vielen CSD-Veranstaltungen präsent zu sein, so Marcus Hoffmann.

my/Adolar

AK Schwusos Potsdam