Interview mit Christian Scheuß, Autor der schwulen Sex-Bibel "Toys for Boys"

Berühmt für spritzige Lektüre, stoßen die Macher des schwulen News-Portals queer.de mit ihren jüngsten Ergüssen nun erneut in die Tiefen männlicher Sinnlichkeit vor. Obwohl man mit vollem Mund nicht reden soll, stand Autor Christian Scheuß während der "Sex-Toys-Verkostung" im Rahmen seiner Lesetour für ein paar Fragen bereit.

mb

Wir befinden uns hier in einem der Berliner Bruno's-Stores des Bruno Gmünder Verlags, der Euer neues Buch publiziert. Worum geht's darin?

Wir räumen mit dem Vorurteil auf, dass Sextoys nur was für Leute sind, die keinen oder schlechten Sex haben. Wir geben mit unserem Buch einen Überblick über die kunterbunte Welt der lustvollen Spielzeuge, erklären Anfängern, wie sie wo was reinstecken können, und verraten selbst Experten noch einige Tricks für den absoluten Kick mit ihren Lieblings-Toys.

Wenn man eine Banane auf die Mauer legt, ist dort, wo abgebissen wird, Osten, heißt es. Was hätte unser hungriger Ossi stattdessen mit der Banane gemacht, wenn er "Toys for Boys" gelesen hätte?

Völlig unabhängig von Himmelsrichtung und Herkunft hoffe ich doch mal, er beißt auch weiterhin beherzt in die Banane, denn als Sextoy eignet sich die gelbe Südfrucht nur bedingt, vor allem im reiferen Zustand. Wer sich den analen Kick mit Naturprodukten verschaffen möchte, sollte auf möglichst stabiles Gemüse achten, zum Beispiel Gurken oder Auberginen. Melonen sind prima für den aktiv veranlagten Herrn.

Richtet sich das Buch nur an schwule Männer oder gönnt sich auch der Heten-Mann gern einen langen Dicken?

Das Buch richtet sich vor allem an spielfreudige Männer. Viele der Toys lassen sich auch solo lustfördernd anwenden. Von daher muss die sexuelle Orientierung nicht auf Männer ausgerichtet sein, um mit unseren Anregungen auf Touren zu kommen. Angeblich entdecken ja auch immer mehr Hetero-Männer die anale Lust. Wir verraten, wo sie ihren G-Spot finden und wie sie ihn stimulieren können.

Worin unterscheiden sich Damen- und Herren-Dildos?

Männer stehen eher auf die überproportionierten hyperrealistischen Nachbauten von Pornodödeln, Frauen lieben dagegen lustige bunte Delfine oder organische vibrierende Formen. Männer mögen ja auch dicke Autos, vielleicht steckt sogar bei den Toys noch etwas Machotum im Kaufverhalten. Doch das ändert sich langsam. Die Prostatamassager von Nexus zum Beispiel, die sind so schön, die gehören anschließend ins Regal und nicht unters Bett. Mutti wird die schicken Designer-Buchstützen loben.

Hat man privat noch Spaß am Sex, wenn man damit sein Geld verdient?

Ja. Hast Du schon was vor heute Abend?

Danke für das Gespräch und gib mir gleich mal ein paar Bücher, denn die verlosen wir jetzt!

Verlosung

So kommst Du an dein persönliches Exemplar von "Toys for Boys": Schicke mit dem Stichwort "GURKE" eine eMail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder eine Postkarte an GP Media GbR, Postfach 100 408, 01074 Dresden. Einsendeschluss ist der 1. März 2010. Der Rechtsweg ist ausgeschossen.

Tu mal lieber die Möhrchen!