Artikel 3 Grundgesetz

Viele schwul-lesbische Organisationen, darunter der LSVD, machen sich stark für die Aufnahme der "sexuellen Identität" als Diskriminierungsmerkmal im Artikel 3 des Grundgesetzes. Erst am 27. November hatte der Bundesrat mehrheitlich die entsprechende Änderung des Artikels 3 des Grundgesetzes abgelehnt. Auch die ostdeutschen Bundesländer haben überwiegend den Antrag von Berlin, Hamburg und Bremen nicht unterstützt.

Allerdings zeigen auch immer mehr Politiker in der Region Unterstützungswillen. So spricht sich Sachsen-Anhalts Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb (SPD) dafür aus, ein Verbot der Diskriminierung wegen sexueller Identität in das Grundgesetz aufzunehmen. Sie bedauert, dass Sachsen-Anhalt den Änderungsantrag der genannten Bundesländer bei der Abstimmung am 27. November nicht unterstützte.

In Magdeburg wird am 20. Januar um 17 Uhr auf Initiative des LSVD ein Workshop im Landtag (Raum B107) stattfinden, zu dem nicht nur die politischen Entscheidungsträger sondern auch Lesben, Schwule und Transsexuelle sowie Pressevertreter eingeladen sind. Der Workshop soll sowohl die Entscheidungsfindung der Abgeordneten befördern als auch Pro und Contra diskutieren. Als Experte wird Günter Dworek zugegen sein. Dworek ist Bundessprecher des LSVD.

Sexuelle Identität