istockphoto.com/joelcameraOb Transe oder Lederkerl – das „Blue Velvet“ am Alten Markt war die erste (und zuletzt einzige) Bar in Halle, in der Schwule einfach unter sich sein konnten. Vor seinen Türen, in der Nähe des Beatles-Museums, wurde bis 2008 auch jahrelang das Schwullesbische Straßenfest Halle ausgerichtet, das damals noch allein vom BBZ „lebensart“ e. V. organisiert wurde. Im „Blue Velvet“ wurde rumgezickt, gejubelt und geflirtet und auch so manche Homo-Ehe ging vermutlich auf einen Velvet-Flirt zurück. Doch das ist jetzt Vergangenheit. Ihre Türen haben sich für immer geschlossen. Betreiber Andreas Eckert gegenüber GEGENPOL: „Der Laden wird jetzt vom Vermieter erstmal richtig durchsaniert. Wegen der daraus resultierenden längeren Schließungszeit habe ich den Mietvertrag gekündigt und suche derzeit einen neuen Standort.“ Bleiben in Halle nur noch die Transenbar „Zu Marleen“ in der Raffineriestraße, sowie die SM-Stammtische in der Fetischbar „Black Angel“ in der Ludwig-Wucherer-Straße, die zwar keine reinen Szenebars sind, konzeptionell aber zumindest Teile der queeren Community ansprechen dürften.

Der Tod der letzten Szenebar