weimar Gmbh/ Maik SchuckAIDS – das sind zwei Krankheiten, eine befällt das Immunsystem, die andere unsere Gesellschaft. Trotz moderner, besser verträglicherer, Medikamente sind HIV-Positive verunsichert, fürchten Ausgrenzung und vor allem auch, durch die Schwächung des Immunsystems, längere Arbeitsausfälle zu erleiden oder ganz aus dem Berufsalltag auszuscheiden. Leben von Hartz IV, Rentenabzug sowie hohe Behandlungs- und Medikamentenkosten verschärfen die Situation oftmals noch. Vertreter aus Politik und Gesellschaft stellten sich deshalb in der Weimarhalle der Frage nach dem Zusammenhang zwischen HIV-Infektion und sozialökonomischer Verarmung in Deutschland. Kritik am Gesundheitswesen gab es viel. Auch Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, forderte ein Umdenken und Andre Bagus, Bereichsleiter der ARGE, verwies auf Projekte, die es möglich machten, Krankheit und Beruf zu vereinen. Nun liegt es an unseren Interessenvertretern, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen und Betroffene besser abzusichern.

AIDS und Armut