istockphoto.com/purmarLange hatte sich die thüringische CDU-Allein-Regierung unter Ex-Ministerpräsident Dieter „Ski“ Althaus geweigert, die Standesämter auch für Heiratswillige gleichen Geschlechts zu öffnen. Und dass sich Homophobie im Nachwende-Thüringen wie ein roter Faden durch die Politik schlängelte, wurde ja schon von vielen bemängelt. Doch nachdem sie nach der letzten Wahlschleppe eine Koalition mit der SPD eingehen mussten, wurden die Konservativen erst einmal gründlich eingeritten, so wie ein rosa Pony. Auf Initiative der Sozialdemokraten sollten Schwule und Lesben nun nämlich endlich nicht mehr zum Heiraten ins Ordnungsamt gesperrt werden wie Verliebte zweiter Klasse. Das neue Gesetz trat mit Jahresbeginn in Kraft, womit Thüringen das vorletzte deutsche Bundesland ist, das endlich aufhört, das gleichgeschlechtliche Liebesglück mit irgendwelchen diskriminierenden Regelungen trüben zu wollen. Jetzt gibt es nur noch in Baden-Württemberg Handlungsbedarf, da muss Mann oder Frau zum Teil, je nach Landkreis oder Gemeinde, sogar noch zur KFZ-Zulassungsstelle.

Mit Ständer im Standesamt