Bild: iwwit.deThilo, der mit seinem Partner in einem Dorf in Brandenburg lebt, ist schwul und HIV-positiv.

„Mein Leben hat sich grundlegend verändert, schleichend. Ich wurde weniger belastbar im Berufsleben, musste meine tägliche Arbeitszeit immer mehr reduzieren. 2001 kam auch für mich die Erwerbsunfähigkeit. […] Ein Leben am Existenzminimum, täglich eine handvoll Tabletten einnehmen mit mal mehr, mal weniger starken Nebenwirkungen, eine starke psychische Belastung, körperliche Beeinträchtigungen. Aber ich versuche, mich zu arrangieren, positive Seiten zu entdecken. Ich habe mehr Zeit für mich und meine Hobbies, engagiere mich ehrenamtlich für die Deutsche AIDS-Hilfe. Vielleicht sensibilisiert meine Biographie den einen oder anderen, saferen Sex zu haben und mindert Ängste im Umgang mit Positiven in der Gesellschaft. Von der Politik wünsche ich mir einen flexibleren, unbürokratischeren Übergang von EU-Rente ins Arbeitsleben und wieder zurück. Ein Überdenken der Grundsicherung halte ich für dringend notwendig, hier sollte es Hinzuverdienstmöglichkeiten ohne Anrechnung geben.“

www.iwwit.de

Über Leben mit HIV