Bild: R.HoffschildNachdem bereits Ende 2009 zwei Stolpersteine zur Erinnerung an homosexuelle Magdeburger Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verlegt wurden, sind nun seit November vergangenen Jahres zwei weitere im Stadtbild zu finden, teilte der LSVD Sachsen-Anhalt mit, auf dessen Initiative die Aktion zurück ging, in Kooperation mit der Stolpersteininitiative Magdeburg. Stellvertretend für alle im Dritten Reich Ermordeten gedachte man bei der feierlichen Gedenkveranstaltung dem im Konzentrationslager Sachsenhausen gewaltsam zu Tode gekommenen Schwulen Paul Juhe sowie dem in Halle hingerichteten Paul Klotz. Die Steine sind in der Jakobstraße und in der Großen Steinernetischstraße zu finden, dem jeweiligen letzten Wohnsitz. Stolpersteine, die an wegen ihrer Homosexualität von den Nazis umgebrachte Männer erinnern, wurden mittlerweile in mehreren deutschen Städten verlegt, während es für ausdrücklich aufgrund ihrer Homosexualität verfolgte Frauen derzeit noch keine klaren Belege und somit auch keine Stolpersteine gibt.

www.sachsen-anhalt.lsvd.de

Vier schwule Steine