istockphoto.com/CamilloTorresAuf Piratenschiffen war die einzige Frau an Bord meist die dralle und nackte Galionsfigur, die vor dem Bug hing. Vermutlich sollte sie als erster Eindruck schwule Kapitäne anderer Schiffe verwirren, die man zu plündern gedachte. Das logische Ergebnis des Frauenmangels: sogenannte Not-, bzw. Gelegenheitshomosexualität unter Heteropiraten, wie sie u. a. auch in Gefängnissen praktiziert wird. Die Schwulen hat es natürlich gefreut, gilt „Hetenknacken“ doch als Volkssport innerhalb der Community. Und die schwulen Piraten haben auch heute wieder Grund zum Jubel, denn die Piratenpartei hat zuletzt auf ihrem Parteitag in Chemnitz ein Grundsatzprogramm beschlossen, das selbst die Grünen alt aussehen lässt. Jenseits der Internetpolitik verlangt die Partei neuerdings auch die vollständige Angleichung von Ehe und Eingetragener Lebenspartnerschaft nach französischen Modell, einer Art „Ehe Light“, sowie deren Öffnung für mehr als zwei Personen und das Ende der Erfassung des Merkmals „Geschlecht“ durch Behörden als fremdbestimmte Zuordnung.

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Unterwegs mit dicken Hupen