Schon ist er zu Ende, der erste neue GEGENPOL – vorausgesetzt, Sie haben das Zentralorgan für Homo-, Bi- und andere Sexuelle richtig herum gelesen. Als Zigarette danach fehlt jetzt nur noch ein knackiger Abschluss.

Die Ankündigung blühender Landschaften trifft im Osten seit 21 Jahren auf eine für Schwule sehr günstige demografische Entwicklung: Junge, gut ausgebildete Frauen in gebärfähigem Alter verlassen ihre Heimat.

Für uns heißt das:

  1. Mehr verfügbare alleinstehende Männer.
  2. Weniger Kleinfamilien, die unsere Partys zugunsten schlafender Kinder schon früh um fünf durch die Polizei beenden lassen.
  3. Keine Benachteiligung mehr am Wühltisch, beim Kampf um einen neuen Fummel („Jetzt lassen Sie der Frau doch die Leggings – Sie können doch keine Frau schlagen!“)

Der nächste Schritt muss eine breit angelegte Bildungs- und Aufklärungskampagne bei den noch ungeküssten männlichen Verbliebenen sein. Unter dem Arbeitstitel: Not-Homosexualität unter Alkoholeinfluss – Chancen, Risiken, Perspektiven bereite ich derzeit ein Pilot-Projekt vor, die Feldstudien sind vielversprechend! Bleibt die Frage: Wie lernt Mann sich in unserer Region zukünftig kennen? Aktuell dominiert der blaue, elektronische Anbahnungsweg – und ich rede hier nicht von Vibratoren in Delfin-Optik! Doch nach Stuttgart 21, Piratenpartei und Gorleben dauert es sicher nicht mehr lange, bis der Wut-Bürger auch alle Sendemasten und Kabel wegen Angst vor Elektrosmog beseitigen möchte. Und dann? Verständigung mit Rauchzeichen? Mit Brieftauben? Oder der Kombination: Broiler mit Brief? Wie soll Mann sich ohne die Technik noch verabreden? Die Lösung verspricht ein kurzer Blick in die Geschichte. Früher trafen sich gleichgeschlechtlich Gesinnte in einschlägigen Lokalitäten und prüften durch Blicke, die entkleiden konnten, oder geistig hochprozentige Ergüsse am Tresen, ob man sich – körperlich – ergänzen konnte. Doch viele dieser Einrichtungen haben die Jahre der virtuellen Fleischtheke nicht überlebt. Darum, liebe GEGENPOL-Leser zwischen Zittau, Frankfurt und Wernigerode: Macht Euch auf den Weg! Fragt nicht, was Euer Wirt für Euch tun kann – fragt, was Ihr für Euren Wirt tun könnt!

Support your local Gay-Bar!

Wir könnten die zukünftig noch brauchen …

Hochachtungsvoll,
Ginnifer Hartz/Agentin G.,
Ministerium für Tuntensicherheit,

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Post aus dem Tuntenministerium