[Chemnitz] Der „DU&ICH“ zufolge hat Chemnitz seinen queeren Buchladen Conrad und Paul verloren, der zumindest in der ersten Phase seiner fünfjährigen Existenz seinen Schwerpunkt auf schwullesbische erotische Literatur gelegt hatte. Eröffnet wurde dieser im Jahr 2005 und sei laut Eigenangaben auch der kleinste Buchladen der Innenstadt gewesen. Seine Lage in der zentralen Fußgängerzone Rosenhof in der Nähe des Rathauses kann auch nicht die schlechteste gewesen sein. Wie Inhaber Frank Haller jedoch gegenüber dem Magazin erklärte, hätte er sein Angebot schon sehr früh um Geschenkartikel und Ansichtskarten erweitern müssen, weil er allein von Schwulen und Lesben nicht lange hätte überleben können. Doch auch diese Strategie hätte nicht funktioniert, weshalb das Geschäft nach und nach zum Ramschladen verkommen sei: „Alle wollen nur billig, billig, billig“, hätte er sich demnach beklagt. Am Ende hätte er anstelle von Bildbänden mit nackten Schwulen gar ein „Klobuch zum Anhängen“, das Werk „Lustiges Rentnerleben“, „Karten mit Hunden“ und „Glückwunschkarten zur Jugendweihe“ verkaufen müssen. •mb

Der Schliess-Muskel schlug zu