[Potsdam] Die letzte schwule Bar des Landes, das „Leander“ in Potsdam, ist in Gefahr, da die Immobilie versteigert werden soll, berichten die „Potsdamer Neueste Nachrichten“. Extreme Mietsteigerungen drohen. Hintergrund sei, dass das Holländische Viertel, ähnlich wie die Äußere Neustadt in Dresden, Connewitz in Leipzig oder Prenzlauer Berg in Berlin, bisher als Sanierungsgebiet galt, das zu Beginn des Stadtumbaus Künstler, Studenten – und eben Schwule – mit wenig Geld aber viel Herzblut anzog, wodurch sich allmählich eine kreative, alternative Subkultur in diesen Stadtteilen herausbildete, die diese Stadtteile wiederum erst lebenswert und dadurch teuer machte. Im Fall des „Leander“ sei das Objekt zudem Mitte der 1990er Jahre von der Stadt als Ausweichunterkunft für das besetzte Haus Mittelstraße 5 angeboten und daraufhin mit erheblichen Eigenleistungen der Betreiber saniert worden. Nach der Aufhebung der Sanierungssatzung fiele nun die dauerhaft günstige Miete weg, ab April käme es laut dem Sanierungsträger zu einer öffentlichen Ausschreibung. WWW.LEANDER-POTSDAM.DE •mb

Leander in Gefahr