[Meißen] Die Beleidigung eines 51-jährigen schwulen Meißners kommt einen arbeitslosen Maler und Lackierer laut der „Sächsischen Zeitung“ nun teuer zu stehen. Der Fall habe sich im Juli vergangenen Jahres im idyllischen Elb-Städtchen zugetragen. Der Geschädigte – ein bekennender Homosexueller – sei dabei mit dem Fahrrad am Auto des mutmaßlichen Schwulenhassers vorbei gefahren, als ihm aus diesem wüste Beschimpfungen entgegengeschlagen seien. „Schwuchtel“ und „schwule Sau“ seien dabei noch die harmlosesten Ausdrücke gewesen. Kurz darauf sei der Schwule, der vor Gericht als Nebenkläger auftrat, an der nächsten Ampel sogar mit körperlicher Gewalt bedroht worden. Der Täter stritt vor Gericht alles ab, das Gericht glaubte ihm jedoch nicht. Unter anderem habe dieser auch einen Aufkleber an seinem Auto gehabt, der zur Gewalt gegenüber feminin aussehenden Männern („Metros“) aufforderte. „So etwas muss man sich nicht bieten lassen“, sprach der Richter und verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 260 Euro, hinzu kämen die Kosten des Verfahrens und des Nebenklägers. •mb

Homosexuellenbeleidigung