[Sachsen-Anhalt] Die rechtsextreme NPD und die FDP verpassten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt den Sprung ins Parlament. Bei der Wahl am 20. März gab es mit den „Grünen“ allerdings auch einen großen Gewinner, denn die Partei war zuvor seit dreizehn Jahren nicht mehr in dem Haus vertreten. Zugute kam ihr dabei offenbar die derzeitige Atom-Debatte. Während CDU und FDP in ihren Wahlprogrammen Homo-Rechte und -Gleichstellung mit keinem Wort erwähnt hatten, stand bei den drei linken Parteien, insbesondere bei Grünen und der Linkspartei, sehr viel drin, auch die „Piratenpartei“ hatte mit sehr ambitionierten Vorhaben zuvor Aufsehen erregt. Da der bisherige CDU-Ministerpräsident, der eine CDU-SPD-Regierung führte, aus Altersgründen aufhörte, steht nun sein Nachfolger Reiner Haseloff an der Spitze des Bundeslandes, erneut im Bündnis mit der SPD. Die homofreundlichere Variante, eine rot-rote oder rot-rot-grüne Koalition, scheiterte unterdessen an der Stärke der Linkspartei, da die SPD nicht unter einem linken Ministerpräsidenten als Juniorpartner mitregieren wollte. •mb

Lauwarme Koalition