[Potsdam] Nach drei Jahren musste die „Schwule Filmnacht Potsdam“ einpacken. Zumindest fiel die diesjährige Veranstaltung im April aus, so Schwester Dominique Lovette de LAmour vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Ursache dafür sei laut deren Veranstalter die stets angespannte finanzielle Situation des einzigen Brandenburger Festivals für nicht-heterosexuelle Filme gewesen, das bisher einmal jährlich Schwule, Lesben, Bis und Transgender ins Potsdamer Filmmuseum lockte. Auch die Etat-Kürzungen des kommunalen Veranstaltungsortes und die eigene Gesundheit hätten ihren Teil zu der Entscheidung beigetragen, wie der 27-jährige Filmnacht-Macher Manuel Schubert gegenüber GEGENPOL nachdenklich bestätigte, während er die vergangenen Veranstaltungen vor seinem geistigen Auge Revue passieren ließ. Er saß zudem beim Filmfest „Berlinale“ in der Jury für den queeren Filmpreis „ELSE“ des Schwulenmagazins Siegessäule, betreibt einen Filmkritik-Blog und veranstaltet seit 2010 auch den Filmnacht-Ableger „Celluloid against AIDS“ zum Welt-AIDS-Tag. WWW.FILMANZEIGER.DE •mb

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