Kurz vor den großen Sommer-Paraden der Homosexuellen müssen wir alle sehr tapfer sein. Der Juni ist schon in Sicht und damit die lustigen Freiluft-Besäufnisse mit anschließendem Körperkontakt ... Nun ja – die Erfahreneren unter Ihnen wissen, was ich meine. Den jüngeren Leserinnen und Lesern empfehle ich die Recherche in einer Bibliothek ... Bevor also alle gemeinsam (ja, auch biologische Frauen sind eingeladen) an etwas teilnehmen, was früher mal politisch war, wird es im Mai nochmal richtig ernst. Das Staatsministerium für Tuntensicherheit hat für diesen Monat eine umfassende Bedrohungsanalyse erstellt, diese anschließend durch mich frisieren lassen, verlegt, neu ausgedruckt und schließlich im Bus nach Köthen verloren. Die Ergebnisse sind allerdings so schockierend, dass ich in dieser Kolumne Alarm schlagen muss. Nein, es geht nicht um radioaktiven Niederschlag, Gen-Gemüse oder die FDP. Nach unseren Prognosen wird sich kurz vor dem 14. Mai ein kulturelles Tiefdruck-Gebiet ungeahnten Ausmaßes entwickeln. Dieses Super-Mega-Tief bedroht alles intelligente Leben, ätzt den Geschmacks-Sinn sofort weg und macht es der Durchschnitts-Tunte unmöglich, sich um die normalen Alltagsdinge zu kümmern. Das furchtbare Ereignis wird die kulturelle Kernschmelze, der Super-Gau des schlechten Geschmacks und verstrahlt weite Landstriche in Europa. Tunten, die sich im Epizentrum in Düsseldorf aufhalten, sind auf sich allein gestellt. Unser Haus hat vergeblich versucht, durch Einschaltung des UN-Sicherheitsrats diesen Eurovision-Song-Contest zu verhindern. Die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen Lena Eier-Dingsbumms und die ProllSieben-Produzenten-Grinsekatze sind aber noch nicht entschieden. Darum hier die Sicherheitsanweisungen der TunSi für den Mai: Seien Sie vorsichtig! Meiden Sie Düsseldorf! Schalten Sie die Rundfunkgeräte ab! Bewahren Sie Ruhe! Wir kümmern uns um den Rest. Über den Fortschritt, Kollateralschäden und Entwarnungen halten wir Sie auf unseren elektronischen Heimseiten auf dem Laufenden.

Mit besorgten Grüßen,

Ginnifer Hartz alias Agentin G.

Post aus dem Tuntenministerium