[Potsdam] Das „Leander“ in Potsdam stand vor dem Aus. Der Sanierungsträger Potsdam plante die Versteigerung des Hauses Benkertstraße 1. Selbst den „Queensday“ vor dessen Türen, den Höhepunkt des jährlichen CSD Potsdam, überschattete die ungewisse Zukunft und viele Menschen appellierten an Politik, Medien und Öffentlichkeit, sich für den Fortbestand der Milieukneipe einzusetzen. Achim Wiegel vom „Leander“ erklärte, dass das Projekt sowohl als queere Szenebar ein Alleinstellungsmerkmal im Land habe als auch als soziokulturelles Zentrum Beratungen zu Comingout-Fragen und zu Fluchtwohnungen für queere Jugendliche, die von den Eltern rausgeworfen wurden, anbiete sowie Weitervermittlung zu HIV- und Aids-Beratung. Selbst von höchster Stelle kam Unterstützung: Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der 2010 selbst beim „Queensday“ aufgetreten war, setzte sich für eine „tragfähige Lösung“ ein. Im Stadtparlament sprach sich nun eine große Mehrheit der Stadtverordneten auf Antrag der Linkspartei für einen Erbbaupacht-Vertrag aus, so die „Potsdamer Neueste Nachrichten“. WWW.LEANDERPOTSDAM.DE •mb

Leander gerettet