Der Juni ist vorbei. Und wir haben auch die homosexuelle Großveranstaltung mitten im Herzen von Ostdeutschland überstanden, den CSD in Berlin. Daher ist nun Zeit für die große Stil- und Inhalts-Kritik der TunSi. Ich komme zum Punkt: Das Motto unterbot auch den zweifelhaften Pennäler-Geschmack unseres Hauses um Längen. Man hatte sich auf „Sport“ geeinigt und den unglaublichen Slogan „Fairplay für Vielfalt“ aus dem Ärmel geschüttelt. Wie konnte es zu derartigem Flachsinn kommen? Hier die Begründung der Macher: „Dennoch ist Homophobie gerade auch im Sport noch weit verbreitet. Einen Tag nach dem CSD Berlin beginnt die Frauenfußball-WM, doch die zeitliche Nähe kann nicht verbergen, dass auch im Frauenfußball Homophobie weit verbreitet ist“. Ich stelle dazu fest: 1. Frauenfußball wird generell belächelt – trotz über 150 Jahren moderner Frauenbewegung. 2. Der aus alten Säcken bestehende Weltfußballverband FIFA erscheint von außen eher als Mafia-Organisation. 3. Beim Liga-Fußball geht es nur um Geld. (Millionen-Gehälter, Wett-Skandal, SC Babelsberg 03 …) Warum sollte tunt da mitmachen wollen??? Bei einer Blitzumfrage in unserem Hause gaben 100% der befragten Agentinnen an, dass aktive sportliche Betätigung in etablierten Sportvereinen uninteressant ist. Insbesondere Ball-Sportarten vertragen sich nicht mit Stöckeln und Hochsteck-Frisuren. Trotzdem gaben 100% der Agentinnen an, dass die passive Beschäftigung mit dem Sport, vulgo „das Zuschauen“, optisch interessant sein könnte. Also Turnen, Turmspringen der Herren, Live-Schalten in die Duschräume … Sinnvoller ist daher unsere Forderung: Sorgt endlich dafür, dass etablierte Tunten-Sportarten olympisch werden! Sofortige Anerkennung von Handtaschen-Weitwurf, 110-Meter-Stöckel-Hürdenlauf, Hochleistungs-Perücken-Toupieren und Schnaps-Wett-Trinken in gemischten Teams! Erst dann ist die Gleichberechtigung erreicht.

Agentin G
Tuntenministerium

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