[Berlin] Von jeder zweiten Reklametafel springen uns nackte Brüste entgegen – ungestraft. Doch wegen harmlosen Dildos hat die Bezirksverwaltung von Marzahn-Hellersdorf nun einen Glaubenskrieg losgetreten. Der Vorwurf: Die vom Erotik-Versandhaus Dildoking an seiner Zentrale angebrachten Plakate würden die Umgebung verschandeln, so der „Berliner Kurier“. Doch das Gebäude befindet sich de facto mitten im Industriegebiet. Auch den zweiten Vorwurf, in einem Bürogebäude unerlaubt ein Lager zu betreiben, kann Inhaber Raiko Spörck entkräften: „Die ersten beiden Etagen waren [zu DDR-Zeiten] schon Lager.“ Aber die Bezirksbürgermeisterin, Dagmar Pohle (Die Linke), gibt nicht auf und wirft Spörck vor, ohne Mitteilung das Gewerbe geändert zu haben, was dieser bestreitet: „Wir machen das was wir immer gemacht haben.“ Es steht Aussage gegen Aussage. Sollte Dildoking vor Gericht unterliegen, müssten Spörck und seine 23 Mitarbeiter binnen weniger Wochen raus, doch das würde Marzahn viel Geld kosten: Die Firma zahlt jährlich fast eine Million Euro Steuern. WWW.DILDOGATE.DE •mb

Kampf gegen Monster-Dildos