[Dresden] Der 22.06.2011 war ein schwarzer Tag für die ostsächsische Gay-Community. Zum letzten Mal öffnete Cruiser-Mutter Gundi die Türen ihres Sexshops „Gundis Erotik Paradies“, der seit 1990 fester Bestandteil der Szenelandschaft war. Ein Kabinenbereich mit Filmen für Erwachsene bot Männern, die „mehr“ als nur ein Kaffee-Date wollten, ein knisterndes Ambiente. Doch warum das plötzliche Ende dieser Institution im Hechtviertel, nur einen Steinwurf vom Szeneviertel Äußere Neustadt entfernt? Die Grand Dame erklärte GEGENPOL, dass sie es bedaure, aufhören zu müssen und dass sie sich bei allen ihren Gästen für die Zeit bedanke. Grund sei, dass sie nach einem Trauerfall in der Familie ihr Leben überdacht habe und feststellte, dass es zu kurz sei, um sechs Tage pro Woche jeweils zehn Stunden im Laden zu stehen, zumal sie sich zuletzt auch kein weiteres Personal hätte leisten können. Sie möchte nun wieder mehr Zeit mit ihrem Mann verbringen und lädt alle Stammgäste ein, mal im zweiten „Erotik Paradies“ vorbeizuschauen, dass sich im Industriering 11 in Dippoldiswalde befindet. •mb

Good bye Gundi