[Berlin/Dresden/Leipzig] Mit dem Satz: „Frauen sollten sich nicht wie Schlampen kleiden, um nicht schikaniert zu werden“ löste ein kanadischer Polizist eine weltweite Protest-Lawine aus. Tausende gingen seitdem auf die Straße, denn sie wollten sich nicht länger die Mitschuld an sexuellen Übergriffen geben lassen, nur weil sie ihren Körper nicht verstecken wollen. Die sogenannten „SlutWalks“ (Schlampen-Märsche), fanden erstmals in Kanada und Australien statt. Auch in Deutschland baut sich nun Widerstand gegen Sexismus auf und dagegen, körperbetont gekleidete Frauen – und Männer! – als Freiwild zu betrachten, als würden diese nur darauf warten, belästigt oder vergewaltigt zu werden. Am 13. August finden in mehreren deutschen Städten parallel „SlutWalks“ statt, darunter in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München und dem Ruhrgebiet. Ein Hannoveraner Ableger hat sich inzwischen dem Hamburger „Slut Walk“ angeschlossen“, in Dresden und Leipzig wurden bis Redaktionsschluss über Facebook noch Engagierte gesucht, die bei der Organisation eines eigenen Marsches helfen. WWW.SLUTWALKBERLIN.DE •mb

Schlampenfieber