[Leipzig] Ein Aufschrei ging Ende 2010 durch die Szene, als der LSVD Sachsen die Kürzungsabsichten der Landesregierung bei den Aidshilfen und Gleichstellungsbeauftragten anprangerte. So war im Doppelhaushalt 2011/12 vorgesehen, die Förderung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Jahr 2011 um 75 Prozent zu kürzen und sie 2012 sogar komplett einzustellen. Die Aidshilfen mussten sich die Frage stellen, wie sie mit den angekündigten Einschnitten von zwanzig Prozent weiterhin eine funktionierende Präventionsarbeit leisten sollten oder ob dieser Einbruch gerade den Standorten Chemnitz und Zwickau finanziell nicht das Genick brechen würde. Im März 2011 warnte der LSVD Sachsen schließlich erneut vor dem sozialen Kahlschlag. Diesmal stand die Handlungsfähigkeit des Leipziger Antidiskriminierungsbüros (ADB) in den Bereichen Beratung, Schulung und Information Betroffener auf der Kippe, weil der Stadtrat die städtische Förderung um sechzig Prozent senken wollte. Nach Appellen an alle Stadtratsfraktionen wurden die Pläne nun jedoch zurückgezogen. •mb

Sachsen am Pranger