[Dresden] Wer den Online-Katalog der Städtischen Bibliotheken Dresden zum Suchbegriff „Homosexualität“ durchblättert, stolpert über einen Titel namens „Homosexualität muss kein Schicksal sein“ von Joseph Nicolosi. Der Autor ist Psychologe und als führendes Mitglied der amerikanischen „Ex-Gay-Bewegung“ Verfechter der umstrittenen „Reparativen Therapie“, mit der Homosexualität überwunden werden soll. Man kann den Städtischen Bibliotheken Dresden zwar nicht den Vorwurf der Homophobie machen, denn der Bestand an Translesbischwulen Medien ist ansonsten erfreulich hoch. Dennoch muss man die Bibliotheksleitung ausdrücklich dazu auffordern, dieses Buch unverzüglich aus ihrem Bestand zu entfernen, denn nicht umsonst lehnen psychiatrische und psychologische Fachgesellschaften weltweit derartige gesundheits- und lebensgefährdende Behandlungsversuche ab, zumal sie im Widerspruch zum heute etablierten Verständnis von Homosexualität als angeborener, unveränderbarer Veranlagung stehen. WWW.BIBO-DRESDEN.DE •mb

Homoheiler-Bibliothek?