[Berlin] Ein HIV-positiver Chemielaborant ist von seinem Arbeitgeber während der Probezeit gekündigt worden, so die Deutsche AIDSHilfe e. V. (DAH). Aufgrund seiner Infektion, die im Rahmen einer betriebsärztlichen Untersuchung festgestellt wurde. Soweit, so schlecht. Doch während die Firma die Kündigung mit dem Schutz ihrer Kunden vor Ansteckung begründete, legte das Arbeitsgericht Berlin noch einen drauf und lehnte die Klage des 24-jährigen Sebastian F. ab, weil es der Theorie zustimmte. Dabei stand der Geschädigte der DAH zufolge unter dem Schutz des Allgemeinen Gesetzes zur Gleichbehandlung (AGG), das eine Kündigung aufgrund von Behinderungen verbietet. Die Versorgungsämter stufen HIV als zehnprozentige Behinderung ein, selbst wenn noch gar keine klinischen Symptome vorliegen. Und die Pharma-Firma hat ihn sicher nicht dafür beschäftigt, den ganzen Tag seine Kollegen und Kunden ohne Kondom zu reiten. Es bestand also keine Ansteckungsgefahr, so Silke Eggers, Referentin für soziale Sicherung und Versorgung der Deutschen AIDS-Hilfe e. V. WWW.AIDSHILFE.DE •mb

Chemiker für Sex bezahlt?