EIN MÄDCHEN GANZ IM OSTEN

Beim Aufräumen des Akten-Kellers im Staatsministeriums für Tuntensicherheit in ganz Europa UND Ostdeutschland bin ich über etwas gestolpert. Ich frisierte gerade brisante Unterlagen nach den goldenen TunSi-Regeln:

1. Sollte die Realität den Planungen widersprechen, so ist erstere anzupassen.

2. Andernfalls tritt Argumentationsrichtlinie IM Merkel in Kraft: Kursänderungen sind natürlich von vornherein geplant gewesen.

Doch kommen wir zurück zu meinem Fund. Ich stand vor dem immer noch nicht ausgepackten Gepäck meiner Sommer-Inspektionsreise, die mich vom heutigen Ostdeutschland durch das heutige Polen ins ehemalige Ostdeutschland geführt hatte. Als ich den Schrankkoffer öffnete, ploppte ein riesiger Kleiderberg heraus. Aber weil alle Ausrüstungsstücke unserer Behörde aus elastischen Kunstfasern gefertigt sind, brauchte ich die Kostüme nur glatt zu schütteln und für den nächsten Einsatz im Kleiderschrank verstauen. Übrig blieb Papier. Zugfahrkarten, polnische Geldscheine, Quittungen aus Schankwirtschaften sowie Zettel mit zumeist männlichen Vornamen und Telefonnummern – natürlich alles Kontakte beruflicher Art! Doch plötzlich durchfuhr es mich wie ein Blitz. Mein Einsatz-Protokoll war längst überfällig! Zwar war dies im Ministerium noch unbemerkt geblieben, weil unser Haus voll und ganz mit dem Berlin-Besuch der Päpstin sowie der Manipulation der Finanzmärkte beschäftigt war. Zumindest eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse möchte ich Ihnen jedoch nicht vorenthalten. Es war heiß und ich litt oft an Durst. Doch wurde ich auf polnischer Seite bereits mit Wodka in Familienportionen empfangen – man soll ja schließlich mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag trinken. Die Anwerbe-Gespräche mit zukünftigen Informellen Mitarbeiterinnen boten haufenweise Gelegenheit, mich auf Kosten der TunSi bei Arbeitsessen mit leichter polnischer, masurischer und kaschubischer Kost voll zu stopfen. Also Fleisch mit Fleisch an Fleisch. Im darauf folgenden Fress-Koma sah ich dann überall die weltweit gefürchteten deutschen heterosexuellen Rentner-Touristen, beladen mit riesigem Gepäck. Die machten alle den Eindruck, als ob sie auf der Flucht vor der Roten Armee seien … Mein Kofferträger und ich konnten uns die Bäuche vor Lachen kaum halten …

Herzlichst,

 Agentin G aka Ginnifer Hartz,
Staatsministerium für Tuntensicherheit

Post aus dem Tuntenministerium