[Thüringen] Die Politik hat Gesetze zur Gleichstellung auf den Weg gebracht. Doch im Alltag merkt man: Es gibt sie noch immer, die homophoben Gemeinheiten. Lebenswelten wie Regenbogenfamilien oder gleichgeschlechtliche Paare sehen sich dem Klatsch und Tratsch im Treppenhaus ausgesetzt. In Thüringen geht es sogar so weit, so berichten queere Betroffene, dass ihnen die Wohnungssuche extrem erschwert wird. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist schwierig. Besonders beliebt sind die Studentenstädte Jena, Weimar und Erfurt. Wer offen lesbisch oder schwul lebt, hat es hier besonders schwer. Da die Nachfrage groß ist und in der Regel mehrere Kandidaten pro Wohnung in Frage kommen, entscheidet das Los. Auffallend jedoch ist, dass sich diese Entscheidung meist gegen das homosexuelle Paar richtet. Trotz Antidiskriminierungsgesetz ist man diesen Schikanen ausgesetzt. Hier fehlen passende Paragrafen, die tiefgründig die Lebenswelt schützen und den Paaren zur Seite stehen. Viele ändern deshalb nun ihre Taktik und verbergen ihre Liebe bis der Mietvertrag zu Stande gekommen ist. •et

Homohass im Treppenhaus