[Köln] Seit August hat Deutschland einen neuen „Mister Sportswear“. Im schwulen Kölner „Iron Club“ stellten sich neun Kandidaten zur Wahl. Doch wer prollige Typen in Sneaks und Sportswear erwartete, wurde enttäuscht. Wer dagegen ein Faible für Föhnwelle, Lackschuhe und beige Chinos hatte, kam auf seine Kosten. Sieger wurde ein Hetero aus Hannover. Veranstalter Christian Schöler betont zwar, dass es sich um keine rein schwule Veranstaltung handelte. Die Werbung auf Szeneplattformen, mit schwulen Sponsoren und Typen in Sporthosen weckte jedoch andere Erwartungen. Problematisch dürfte auch die Titelverteidigung bei der „Mr. Gay“-Wahl 2012 sein, zu der sich der Gewinner verpflichtet hat. Die meisten der Teilnehmer reisten mit Freundin an, Kritik wurde laut. Der Veranstalter kündigte für 2012 auch Meisterschaften in Österreich und der Schweiz an, doch die weitere Rückendeckung aus der schwulen Szene ist fraglich. Stattdessen kündigte ein neuer Veranstalter nun eine richtige „Mr. Gay Sportswear“-Wahl in Berlin an und rekrutierte bereits erste Kandidaten. •et

Allein unter Schwulen?