[Brandenburg] Auch in diesem Jahr tourte der brandenburgische AndersARTiG e. V. im September entlang der Oder. Dabei machte man in sechs Städten, darunter auch das polnische Szczecin, Station um über schwullesbische Lebensweisen aufzuklären. Traditioneller Programmpunkt ist dabei die Regenbogenfahnenhissung vor dem Rathaus der jeweiligen Tourstadt. Alljährlich verweigert sich allerdings auch mindestens eine Stadt dem Akt, wie in diesem Jahr Guben. Der Bürgermeister erklärte: „[Wir] sind der Ansicht, dass eine Botschaft nicht allein durch eine Fahne getragen wird. Ein Info-Stand, an dem die Menschen Hilfe und Informationen bekommen, erscheint viel sinnvoller.“ In der Tat rührt die Stadt damit in einer Wunde. Denn in den letzten Jahren ist die Zahl der durchgeführten Aufklärungsprojekte während der Tour zurückgegangen. Gerade drei Workshops und zwei Lesungen waren diesmal noch gebucht. Dennoch bleibt Lars Bergmann, Projektkoordinator, insgesamt optimistisch: „Je weiter man zurückblickt, desto schwieriger war es“ sagte er gegenüber der „Märkischen Oderzeitung“. •at

Wenn die Fahne unten bleibt