[Berlin] In Berlin erinnern seit Anfang September zwei Gedenktafeln an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung auf deutschem Boden. Innerhalb der kommenden Jahre soll am Magnus-Hirschfeld-Ufer zudem ein Denkmal zur Erinnerung an das Wirken des gleichnamigen schwulen Arztes und Sexualwissenschaftlers entstehen. Die Gestaltung soll in einem künstlerischen Wettbewerb ausgeschrieben werden.

Gleichzeitig stimmte die Bundesregierung der Einrichtung einer „Magnus Hirschfeld Stiftung“ zu. Diese wird mit einem Vermögen von zehn Millionen Euro ausgestattet. Damit sollen der wissenschaftliche Diskurs, sowie politische Bildungsarbeit zu queeren Themen nachhaltig beeinflusst und das von den Nationalsozialisten an den Homosexuellen verübte Unrecht erforscht werden. 1897 gründete Magnus Hirschfeld das Wissenschaftlich- humanitäre Komitee, das bis zum Beginn des Dritten Reiches bestand. Dieses war weltweit die erste Organisation, die sich – neben anderen Themen – gegen antihomosexuelle Strafgesetze aussprach und die Öffentlichkeit über gleichgeschlechtliche Liebe aufklärte. •at

Da röhrt der Hirschfeld