[MAGDEBURG] Dragqueen Gabriella Castell, die u. a. in der Szenebar „GroundWork“ anzutreffen ist, wurde in der Nacht zum 01.10. vor ebendiesem gewalttätig angegriffen. Auf ihrem Facebook-Profil schilderte sie den Vorfall so: „Hat sich gerade rumgeschlagen und..... Die blöde Hetero-Arsch-Hure hat ne gebrochene Nase und ne aufgeschlagene Lippe. Echt schlimm das es noch immer solche Gewalt gegen Homosexuelle gibt. Nur weil ich schwul bin, bin ich noch lange kein Weichei.“ Gegenüber GEGENPOL schilderte sie die Tat ausführlicher.

WIE GING DER STREIT LOS?
Gegen sieben Uhr habe ich Feierabend gemacht und eine Dreier- Gruppe Heteros saß vor dem „GroundWork Café“.

UND DANN IST DAS GANZE ESKALIERT?
Ich schloss ab und einer der drei kam auf uns zu und beleidigte uns sehr massiv. Dann begann der erste Übergriff an den Andreas B. Einer versuchte, ihm ein Bein zu stellen und ich bin dazwischen gegangen und hab diesen „Kerl“ zu Boden gedrückt und ihn dezent darauf aufmerksam gemacht, dass er solche Aktionen lassen soll! Dann versuchte er mich anzugreifen und ich wehrte mich und naja boxte dann halt zu ... Die Nase war dann hinne ... Andreas rief währenddessen die Polizei (waren erst nach über 20 Minuten da). Er stresste immer weiter, obwohl er eindeutig den kürzeren ziehen würde und dies auch wusste! Nach einigen Minuten wollten wir dann gehen, da kam der junge „Mann“ hinterher und ich sagte mehrmals, er solle uns in Ruhe lassen! NICHT‘s passierte, es kam zur zweiten Auseinandersetzung und wieder traf es seine Nase, nun hat er es kapiert! Nur weil ich schwul bin, heißt es noch lange nicht, dass ich weg renne ... Wir leben in einer Gesellschaft, wir leben in Deutschland wo jede Lebenseinstellung, Religion, Herkunft und und und vertreten ist ABER Schwule können >NICHT< akzeptiert werden? Renne ich durch Magdeburg und zeige mit meinem Finger auf jeden Hetero und beleidige ihn? Nein! Ich kann es einfach nicht verstehen, wieso ... Wieso das noch so ein Problem für viele ist.

WURDEN DIE TYPEN WENIGSTENS VERHAFTET?
Die sind abgehauen und wir sind dann auf diesen Schock einen Sekt trinken gegangen bei Andreas. Die Polizei rief Andreas dann an und meinte: „Sie hätten warten können ...“

DIE NASE WAR DANN HINNE