[POTSDAM] 2007 verbot Brandenburg privaten Betreibern die Genehmigung, ein reines Jungen-Gymnasium in Potsdam zu errichten. „Opus Dei“, ein erzkonservativer katholischer Orden, wollte die Seelsorge übernehmen. Jetzt erklärte das Oberverwaltungsgericht diese Versagung für rechtswidrig. „Maßgeblich für eine Genehmigung sei das pädagogische Konzept, das aber vom Ministerium nicht geprüft wurde.“ Verantwortliche d e s künftigen Gymnasiums erklären die Trennung von Jungen und Mädchen so: „Jungen brauchen viel Sport und Bewegung, haben häufig Konzentrationsschwierigkeiten. Mädchen konzentrieren sich leichter und sind kommunikativer.“ Zu der Frage: „Was man denn mit homosexuellen Jungen mache?“ erklärte man lapidar: „Das komme doch überall vor.“ Trotz des Urteils müssen die Brüder mit Gegenwind rechnen: Thomas Günther, SPD-Bildungspolitiker, forderte jetzt das Bildungsministerium auf, die zukünftigen Lehrpläne genauestens zu prüfen und notfalls einzuschreiten. Der Potsdamer Grüne Uwe Fröhlich hofft jetzt auf ein stadtweites Aktionsbündnis gegen „Opus Dei“ und das Jungen-Gymnasium. •at

JUNGS UNTER SICH