[LICHTENBERG] Carsten Schatz, Landesgeschäftsführer der Linkspartei und Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe e. V., wollte der deutschlandweit erste offen HIV-positive Abgeordnete in einem deutschen Landesparlament werden. Und in der Wahlnacht konnte der schwule Politiker sich entspannt zurück lehnen, denn er hatte das Mandat endlich in der Tasche. Dumm nur, dass in der Auszählung der Stimmen nachträglich Ungereimtheiten auftauchten. So wurden in Lichterfelde- Süd fast vierhundert Briefwahl-Unterlagen in einem Müll-Container entdeckt, so die „B.Z.“. In Lichtenberg wiederum wurde gleich zweimal geschlampt: im ersten Fall verlor die SPD aufgrund einer Zählpanne ihr Mandat nachträglich an die Linkspartei und im zweiten Fall zog ebenfalls die Linke zulasten der SPD nachträglich ins Abgeordnetenhaus ein, weil die Stimmen von Grünen und Linken vertauscht worden waren. Im komplizierten Berliner Wahlrecht führte dies jedoch dazu, dass den Grünen und den Linken daraufhin je ein Überhangmandat abgezogen wurde – und schon war Schatz wieder draußen. Bananenrepubliken lassen grüßen …

HIV-DRAMA IM ABGEORDNETENHAUS