[CHEMNITZ] Angebote zur „Heilung“ Homosexueller, millionenschwere Organisationen, die gegen queere Gleichstellung mobilisieren und Geistliche, die einen solchen Hass auf Schwule und Lesben schüren, dass Jugendliche ihrer Situation nur noch im Selbstmord zu entkommen glauben. – Viele verbinden diese Bilder mit Ländern wie den USA, Ghana oder Uganda. Doch auch hierzulande sind christliche Fundamentalisten aktiv. Wie Hartmut Rus vom LSVD Sachsen und dem Projekt „Mission Aufklärung“ mitteilt, wird deren Engagement nun sogar mit einem eigenen Preis gekrönt. So seien die ersten Empfänger des mit je 1.000 Euro dotierten Förderpreises der „Christlichen Bildungsstiftung“ die evangelikalen Umpolungs-Aktivisten Markus Hoffmann vom Projekt „Wüstenstrom“ und Dr. Christl Vonholdt vom DIJG – zwei Organsationen, die sich vor allem um eines verdient gemacht hätten: Homosexuelle als krank hinzustellen und gesundheits- bis lebensgefährliche Therapieangebote anzubieten, die nicht selten zu Depressionen, Isolation und Selbstmord führten, so der LSVD.

DER PREIS IST (SC)HEISS