Die Friedrich-Ebert-Stiftung, der Lesbenund Schwulenverband Berlin-Brandenburg und die Gesellschaf Demokratische Kultur und dem Projekt „HEROES – Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“ laden am 15. März zu einer Fachtagung ins Friedrich-Ebert-Stiftung (Haus 1). Das Thema der Tagung ist „Sexuelle Identität und Selbstbestimmung in muslimischen Milieus“. Bei der Fachtagung wird u.a. der Frage nachgegangen, was „Sexuelle Selbstbestimmung“ aus islamischer Sicht bedeutet. Verschiedene Ansätze sexueller Aufklärung und Möglichkeiten der Kooperation sollen vorgestellt und diskutiert werden.

Ziel ist es, das Wissen um die islamischen Perspektiven und die Handlungskompetenzen der handelnden Akteure zu erhöhen. Hintergrund ist, dass die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen ein hohes Rechtsgut ist, welches jedoch mit Ehrkulturen und patriarchalen Strukturen in einem Spannungsverhältnis steht. In traditionell orientierten Milieus wird den Themen „Sexuelle Identität und Selbstbestimmung“ deshalb zumeist mit Vorurteilen und Tabuisierung begegnet. Das führt vor allem bei jungen Menschen zu Unsicherheit und Ablehnung. Infolgedessen sehen sich Lehrkräfte sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen u.a. häufi g mit homosexuellenfeindlichen Einstellungen unter Jugendlichen konfrontiert. Die Berufung auf religiöse Normen und Werte ist hierbei nicht selten ein maßgeblicher Faktor.

Weitere Informationen: www.berlin.lsvd.de

Sexuelle Identität in muslimischen Milieus