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Gegenpol Nr. 38 - April '99

Gaywolf

Schwule Gruselgeschichten

Einen Schritt in unbekannte und mystische Welten wagt der Querverlag mit "Gaywolf", einem schwulen erotischen Gruselthriller von G.-Roger Forster. Werwölfe - die Legende von Menschen, die sich in Vollmondnächten in einen Wolf verwandeln müssen und nur durch eine Silberkugel getöten werden können, kennt wohl jeder.

Gaywolf In Hannover durchstreift ein solcher Werwolf die nächtlichen Parks, immer auf der Suche nach neuen Opfern, die er dort in lauen Sommernächten natürlich auch findet. Das Grauen lauert in der Stadt, fünf Opfer bisher, alle waren schwul und wurden an einschlägigen Orten ermordet. Auch Tibor und Leon haben eine unheimliche Begegnung mit der Bestie, Leon tötet das Tier und rettet Tibor - der Anfang einer wunderbaren aber auch verletzlichen Liebe. Doch das Morden geht in der nächsten Vollmondnacht weiter...

"Gaywolf" ist G.-Roger Forsters Erstling, in dem er, wie er selbst sagt, versucht, die Einflüsse seiner Vorbilder Stephen King und Ralf König zu verbinden. Der Roman trägt daher auch teilweise comicartigen Charakter und ist durchaus originell geschrieben. Die Geschichte bleibt aber leider immer vorhersehbar, es fehlen überraschende Momente und Wendungen. Ein Spannungsbogen vermag sich beim Lesen nicht recht zu entwickeln. Man ahnt schon nach wenigen Seiten, wer der eigentliche Werwolf ist, und ist ein wenig enttäuscht, daß man selbstverständlich recht behält. So sei dieses Buch auch nur echten Liebhabern von Geschichten über Vampire und Werwölfe empfohlen.

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G.-Roger Forster
Gaywolf
Roman
192 Seiten, broschiert
Querverlag GmbH, Berlin
ISBN 3-89656-035-2
29,80 DM

Letzte Änderung: 21.06.2003