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Gegenpol Nr. 43 - September '99 Gerede an den SchulenAufklärung für Dresdens Schüler
Schon seit fast zehn Jahren bietet der schwul-lesbische Verein Gerede hat mit seinem Schulprojekt bisher rund 800 Mädchen und Jungen der Klassenstufen 8 bis 13, Studenten und Fachschüler erreichen können; für die meisten sind diese Veranstaltungen die erste und einzige Gelegenheit, homosexuelle Frauen und Männer kennenzulernen und Fragen zum Thema zu stellen. Aber auch Lehrer und Eltern sollen bei diesem Aufklärungsprojekt einbezogen werden. In den Gesprächsrunden machen die Moderatoren und Moderatorinnen des Projekts die Schülerinnen und Schüler mit lesbisch-schwulen Lebensweisen, Rollenbildern, Liebe und Partnerschaft bekannt. Dabei besteht die Möglichkeit zur offenen Diskussion unter anderem über verschiedene Lebensentwürfe, Verhaltensweisen und den Umgang mit der eigenen Sexualität und der anderer Menschen. Ziel des Projektes ist, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen. Die Jugendlichen sollen dabei lernen, Klischees und Realitäten voneinander zu trennen. Und vielleicht helfen dem einen oder der anderen diese Veranstaltungen, sich selbst zu erkennen und auch zu sich zu stehen.
Derzeit besteht das Moderatorenteam des Aufklärungsprojektes aus etwa zehn ehrenamtlich arbeitenden
my Gerede e.V. in BewegungBeim Dresdner Gerede e.V. hat sich in letzter Zeit viel getan. Im März bezog der Verein neue, freundliche Räume im Stadtteilhaus, im Mai wurde ein neuer Vorstand gewählt und es gibt jede Menge neuer Ideen, wie sich das Vereinsleben weiter gestalten kann. So möchten sich aktive Mitarbeiter des Gerede e.V. nun der Öffentlichkeit vorstellen und im Rahmen eines offenen Abends zeigen: "Gerede e.V. – wir sind in Bewegung". Zu diesem Abend sind alle herzlich eingeladen, die mehr über das Vereinsleben bei Gerede erfahren möchten. Die Besucher können den Mitarbeitern auf den Zahn fühlen, Fragen stellen und erkunden, was MacherInnen und Gäste bewegt. Zu diesem Abend werden auch Vertreterinnen und Vertreter von städtischen Institutionen und Parteien eingeladen.
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