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Gegenpol Nr. 71 - Januar '02
Christopher Street Day Dresden e.V. gegründet
Vorbereitungen für CSD 2002 in Dresden laufen an
Was lange währt, wird gut. Am 27. November fand im Cocktailclub "Roses"
die Gründungsversammlung des CSD Dresden e.V. statt. Nach dem Vorbild anderer
CSD-Städte hat nun auch Sachsens Landeshauptstadt einen Verein, der sich dem schwul-lesbischen
Festtag widmet.
Wichtige Ziele des Vereins sind unter anderem, den bestehenden Vorurteilen gegenüber homo-, bi-,
intersexuellen und transidenten Personen entgegenzuwirken und deren Diskriminierung abzubauen;
die Förderung der sexuellen Identitätsfindung; der Ausgrenzung von Menschen mit HIV und AIDS zu
begegnen; die Unterstützung von Menschen mit HIV und AIDS sowie eine kulturelle Förderung der
Region zu erzielen. Das heißt der Verein will nicht nur bei den Vorbereitungen und der
Durchführung des CSD in Dresden aktiv werden.
Die Arbeit des Christopher Street Day Dresden e.V. beginnt mit 10 Gründungsmitgliedern,
die einen Vorstand gewählt und eine Beitragsordnung verabschiedet haben. Neben Claudia Lange wurden
Heike Müller, Bernd Günzel und Jens Kaden in den Vorstand gewählt. Der Jahresbeitrag wurde auf
60 Euro pro Jahr festgesetzt, Studenten, Zivis und Arbeitslose zahlen die Hälfte, Schüler
und Sozialhilfeempfänger 15 Euro.
Bleibt zu hoffen, daß es in diesem Jahr wieder gelingt, einen erfolgreichen CSD zu organisieren
Die Meßlatte liegt nach dem Erfolg des CSD 2001 ziemlich hoch. Dabei erscheint es auch
notwendig, den politisch Verantwortlichen zu verdeutlichen, das der CSD, anders als die
Love-Parade keine rein kommerzielle Privatveranstaltung, sondern eine politische Demonstration
ist. So versucht beispielsweise die Stadtverwaltung Mannheims die Folgekosten des CSD 2002
auf den dortigen CSD e.V. abzuwälzen, indem man den Status "politische Demonstration
im Sinne des Versammlungsrechts" kurzerhand aberkannte. Doch dieser Alleingang hat
(hoffentlich) wenig Chancen auf Erfolg. Stattdessen muß auch in Zukunft eine gemeinnützige
Arbeit gefördert werden, die das Ziel hat auf die Situation von Homosexuellen hinzuweisen und
die Diskriminierung von Lesben und Schwulen abzubauen. Den Zweck der Gemeinnützigkeit verfolgt
auch der CSD Dresden e.V. Damit die Arbeit des CSD Dresden e.V. ein Erfolg werden kann,
ist das persönliche Engagement jedes Einzelnen gefragt.
TN
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