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Gegenpol Ausgabe März 2004
queer labor
Management Diversity versus queer?
Management Diversity beinhaltet einen Ansatz, wirtschaftliche Zusammenhänge und Abläufe in
Unternehmen auf Diskriminierungen hin zu untersuchen und diese zu vermindern. Das Individuum und
dessen Leistungsfähigkeit wird in den Mittelpunkt gestellt.
Diskriminierungen schmälern die Arbeitsleistung und sind deshalb abzustellen. Angestrebt wird
eine soziale Individualisierung, bei der es dann egal ist, ob mensch lesbisch, schwul oder
heterosexuell ist. Hauptsache, die zwischenmenschlichen Bindungen sind nicht zu komplex und nehmen
nicht zu viel Raum ein. Auch dies würde die Arbeitskraft verringern. In diesem Zusammenhang
stellt sich die Frage nach einer wechselseitigen Beeinflussung von Management Diversity und
queer. Letzteres setzt neben unbedingte Diskriminierungsfreiheit, die Gleichstellung aller
Lebensweisen und eine radikale Herrschafts- und Kapitalismuskritik. Ist Management Diversity das
kapitalistische Pendant zu queer? Wie kann queer einen Nutzen ziehen und radikale
Veränderungswünsche umsetzen?
Management Diversity und queer und das Verhältnis zwischen beiden, bestimmen den Inhalt der
März-Veranstaltung (04. März) des queer labor. Die Veranstaltungsreihe queer labor findet jeden
ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Liebknecht-Haus (Leipzig, Braustraße 15) statt. Weitere
Informationen unter www.queerlabor.de.vu.
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