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Gegenpol Ausgabe Mai 2004
"Törless" im Schloßtheater
Identitätssuche und ein Experiment
Derzeit zeigt das Staatsschauspiel Dresden im Schloßtheater die Romanbearbeitung "Törless"
nach Robert Musil, einem Stoff, in dem es nicht nur hintergründig um gleichgeschlechtliche
Liebe und die Suche nach der eigenen Identität geht. Tim Grobe, Philipp Lux, Thomas Eisen und
Florian Philipp Schröder spielen in der sehr eindringlichen Inszenierung
von Constanze Kreusch.
Irgendwann muß man sich eben entscheiden. Auf welcher Seite man
stehen möchte. Ob auf der Seite der Sieger oder auf der Seite der
Verlierer. Törless, Basini, Beineberg, Reiting müssen diese Frage auch
klären. Denn noch sind sie jung und haben ihre Position im Leben
nicht gefunden.
Daher gilt es sich zu üben: untereinander, aneinander, gegeneinander.
Schnell findet sich da ein Opfer – als Startschuß für eine ganz
unheilvolle Geschichte. Nun geht es nur noch um Gewalt, Macht und
Sexualität. Plötzlich kommt keiner mehr aus seiner Rolle heraus.
Auch Törless nicht, der hier doch eigentlich nur von außen beobachten
wollte...
Törless
Nach dem Roman von Robert Musil
Bearbeitet von Thomas Birkmeir
Sonntag, 9. Mai, 20.00 Uhr und
Freitag, 14. Mai, 20 Uhr
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