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Gegenpol Ausgabe Juli 2004
Im Gerede bleiben!
Leere Stadtkassen sind gefährlich. Vor allem für soziale Projekte,
wie den Gerede e.V.
Die benötigten Zuwendungen durch die Stadt Dresden sollten ersatzlos
gestrichen werden. Zahlreiche Beratungs- und Bildungsangebote
standen damit fast vor dem Aus. Ein jahrelanger Treffpunkt für Lesben,
Schwule, Transgender und Andere wäre wohl endgültig von der
Dresdner Landkarte verschwunden.
In der entscheidenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses konnte
jedoch die Hälfte der benötigten Gelder erkämpft werden. Ein Erfolg
sicherlich, dennoch zwingt dies zu radikalen Sparmaßnahmen wie
den Abbau einer Personalstelle. Von den beiden Sozialpädagogen
des Gerede e.V. übernimmt Morena Gutte die leitende Position von
Falk Scholz. Nur durch die ehrenamtliche Mitarbeit vieler anderer
können die Projektgruppen in gleicher Qualität fortgeführt werden.
Um der kommunalen Finanznot entgegenzuwirken suchte Gerede e.V.
erfolgreich nach anderen Fördermöglichkeiten. Die "Aktion
Mensch e.V." unterstützt seit Mai die projektbezogene Arbeit.
Dabei geht es vor allem um Beratungs-, Begegnungs- und Bildungsangebote
für transgender lebende Jugendliche und junge Erwachsene.
Aber auch Angehörigen und Interessenten steht der neue Sozialpädagoge
Yiannis Brauweiler als Ansprechpartner zur Verfügung.
So geht der Verein in schweren Zeiten einen Schritt zurück und zwei
nach vorn, denn die Eröffnung eines neuen Infocafés für die junge
Dresdner Szene ist im Sommer geplant.
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