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Gegenpol Ausgabe August 2005
Coming Out am Arbeitsplatz
Der RosaLinde Leipzig e.V. führt seit vielen Jahren Beratungen für Lesben,
Schwule, Bisexuelle und Transgender durch. Vor allem in der Coming Out-Beratung fallen dabei in den
letzten Jahren Veränderungen auf. Nachdem die Bereitschaft sich privat zu outen weiterhin recht groß
ist, scheint ein solch offenes Bekenntnis am Arbeitsplatz immer seltener stattzufinden. Ein Grund
dafür kann die Angst vor Arbeitslosigkeit sein. Bieten Homosexuelle mehr Angriffsfläche für Mobbing
und Ausgrenzung?
Der RosaLinde e.V. möchte nun wissen, ob die Beobachtungen einem generellen Trend entsprechen. Dies
würde für die LesBiSchwule Emanzipation eine negative Entwicklung bedeuten. Im Rahmen einer
deutschlandweiten Studie wurde in Kooperation mit der Stadt Leipzig und der Universität Leipzig ein
Fragebogen zum Thema "Coming out am Arbeitsplatz" entwickelt. Der Fragebogen, der ab Anfang
August online unter www.rosalinde.de beantwortet werden kann, richtet
sich an homo- oder bisexuell lebende Menschen, die erwerbstätig sind oder bis vor kurzem erwerbstätig
waren. Ziel der Befragung ist es, die Situation von Lesben, Schwulen und Bisexuellen in ihren
Arbeitszusammenhängen zu erfassen und auf Diskriminierungen oder Toleranzerfahrungen hin zu
untersuchen.
Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, wünschen sich die Initiatoren eine rege Beteiligung.
Mitmachen!
sfx
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