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Gegenpol Ausgabe Oktober 2005
Beruf und Zukunft
Neues Bildungsangebot für Menschen mit HIV
Die Lebenslage von Menschen mit HIV und AIDS hat sich in den letzten Jahren verändert. Neue
Behandlungsmöglichkeiten verbessern die Lebensqualität. Zukunftsplanung - auch im beruflichen Bereich -
gewinnt für Menschen mit HIV und AIDS wieder an Bedeutung.
In Dresden wurde im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft LINK-UP eine Qualifizierungsmaßnahme entwickelt,
die sich besonders an Personen richtet, die direkt oder indirekt mit HIV konfrontiert sind.
TeilnehmerInnen werden in 10 Monaten zum/r Assistenten/in für Medien, Sport, Kultur und Soziales
qualifiziert und befähigt in diesen Arbeitsfeldern zu assistieren und eigenverantwortlich Teilaufgaben
zu übernehmen.
Die Bildungsinhalte richten sich sowohl nach den fachlichen Anforderungen des späteren Arbeitsfeldes,
berücksichtigen aber auch die unter Umständen besonderen physischen, psychischen und sozialen
Belastungen der Teilnehmergruppe. Die Vermittlung von Wissen auf lebenspraktischem Gebiet, unter
besonderer Berücksichtigung der gesundheitlichen und psycho-/sozialen Situation der TeilnehmerInnen,
wird gekoppelt mit der Vermittlung von fachlichen Inhalten. Ausgehend vom bisherigen Lebens- und
Berufsweg werden die TeilnehmerInnen individuell von Fachkräften begleitet und unterstützt. Pro Kurs
werden 12 TeilnehmerInnen ausgebildet.
Bestandteil der Maßnahme ist ein abschließendes viermonatiges Praktikum, in dem die theoretischen
Ausbildungsinhalte erprobt und gefestigt werden. Einsatzmöglichkeiten bieten sich z. B. in
Einrichtungen wie Schulen, Kinder- oder Altentagesstätten, Jugendeinrichtungen und Beratungsstellen.
Auf kulturellem Gebiet sind Medien- und Sportbetriebe, Theater, Museen, Filmtheater sowie
stadtteilkulturelle Einrichtungen denkbar.
Neben der persönlichen Motivation, an der Maßnahme teilzunehmen, gelten einige Bestimmungen, die
notwendig sind, um die Qualifizierung erfolgreich zu durchlaufen. Dazu zählen ausreichende Kenntnisse
der deutschen Sprache, finanzielle Absicherung (z. B. Arbeitslosengeld II) und ein gesicherter
Aufenthaltsstatus. Die Eignung wird in persönlichen Gesprächen erfragt und beurteilt. Dies
unterstützt die Forderung den TeilnehmerInnen eine Qualifizierung zu gewährleisten, die fachliche
und soziale Kompetenzen im Hinblick auf das zukünftige Arbeitsfeld aufeinander abstimmt.
Interessenten können sich direkt an das e-werk Projektteam wenden:
e-werk EQUAL Bildungsagentur
Bautzner Straße 47 (3. OG)
01099 Dresden
Tel. 0351 8044499
mobil 0175 3246035
E-Mail: e-werk-dresden@gmx.de
Bürozeiten: Mo - Do 9-13 Uhr; Di 9-17 Uhr.
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