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Gegenpol Ausgabe März 2006
Uraufführung
Ich bin meine eigene Frau
© Rolf Arnold/Schauspiel Leipzig
Charlotte von Mahlsdorf ist der wohl bekannteste Transvestit der früheren DDR. Rosa von Praunheim
setzte ihr mit dem Film "ich bin meine eigene Frau" 1992 ein filmisches Denkmal. Das Leben der 1928
als Lothar Berfelde geborenen Charlotte ist spannend, sie inszenierte sich selbst als Gesamtkunstwerk.
Dabei war sie stets umstritten. So mancher bezweifelte die Geschichten, welche sie den Gästen ihrer
Gründerzeitmuseums Mahldorf erzählte. "Wenn Charlotte von Mahlsdorf den Mund zum Gähnen öffnet, hat
sie schon gelogen", urteilt ein Zeitgenosse hart.
War wirklich alles Lüge? Dieser Frage nähert sich das Theaterstück "Ich bin meine eigene Frau" von
Peter Süß, welches am 26. März um 20 Uhr im Schauspiel Leipzig, Neue Szene, Premiere feiert. Ein
Journalist besucht Charlotte. Er provoziert sie, die Wahrheit zu sagen. Wie eine Besessene spinnt sich
Charlotte in ihre Traumwelt ein und flieht zwanghaft in Geschichten, bis sie Realität sind. Es
entsteht ein Kampf um die Wahrheit, ein Rollen- und Machtspiel der Erinnerungen, das ein Stück
deutsch-deutscher Zeitgeschichte wieder lebendig werden läßt. Es spielen: Jörg Malchow, Martin Reik
und Michael Schrodt. Regie: Ralph Reichel, Bühne und Kostüme: Änn
Ich bin meine eigene Frau
Premiere am 26. März 2006, 20 Uhr
Neue Szene, Schauspiel Leipzig
Premierenkarten Neue Szene 18 Euro
Nächste Vorstellungstermine ab April
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