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Gegenpol Ausgabe April 2006 Homoheiler an der TU ChemnitzAn der TU Chemnitz schwelt seit Mai letzten Jahres ein Streit um Werbung für Organisationen, die sich mit der Heilung von Homosexualität befassen. Zu dieser Zeit fand an der Universität eine große Evangelisierungsveranstaltung durch das Missionswerk "Campus für Christus" (CfC) statt. Dies ist eine weltweit operierende Vereinigung von Christen mit Wurzeln in den USA. Geführt wird die Organisation, welche Glaubensgrundsätze wahren will und Evangelisationsmethoden lehrt, von festangestellten, rhetorisch geschulten CfC-Mitarbeitern, welche neue lokale Gruppen initiieren und führen sollen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch CD-ROMs mit Informationsmaterial für Studenten in Umlauf gebracht. In einem Kapitel über professionelle Beratung zur Sexualität wird auf Kosten des anerkannten Fachverbandes "Pro Familia" der Verein "Wüstenstrom e. V." als Beratungsorganisation für Homosexualität empfohlen.
"Wüstenstrom" wurde 1994 von Günter Baum mitgegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Homosexuelle
zur Heterosexualität zurückzuführen und so homosexuelle Lebensweisen in der Gesellschaft zu bekämpfen.
Baum hat sich in Amerika von der Organisation "Desert Stream", einer der amerikanischen
Ex-Gay-Bewegungen zur Heterosexualität, "heilen" lassen. Mittlerweile lebt er aber wieder schwul und
gründete den Verein
Alles in allem also eine mehr als unlautere Aktion, von der man denkt, daß sie vor allem an einer
wissenschaftlichen Institution angeprangert wird. Entdeckt wurde der Vorfall von gaynial.net, der
studentischen Initiative an der TU Chemnitz für homo- und bisexuelle Schüler und Studenten. Mit
mehreren Aktionen und Klärungsversuchen arbeitet sfx |