|
Gegenpol Ausgabe Juni 2006
Protest gegen polnische Regierung
Rosalinde organisiert Fahrt zum Warschauer CSD
Seit Monaten steht die homosexuellenfeindliche Politik Polens und besonders die des Präsidenten
Lech Kaczynski im öffentlichen Interesse. Trotz Intervention des Europäischen Gerichtshofs verbot
Kaczynski, ehemaliger Bürgermeister Warschaus, mehrere CSD-Veranstaltungen der früheren Jahre.
Geschichte wiederholt sich - dies zeigt sich gerade im Polen des 21. Jahrhunderts. Denn dort werden
Homosexuelle als Sündenböcke angesehen. Dazu kommt die erzkatholische Einstellung vor allem des
Staatspräsidenten. "Homosexualität ist in seinen Augen unnatürlich und eine Gefahr für die Zivilisation.
Über die Einleitung der national-konservativen Kehrtwende hinaus droht der Law-and-Order-Verfechter
mit der Wiedereinführung der Todesstrafe", erklärt Daniel Gollasch vom
RosaLinde e.V. Leipzig. Es ist europäischen PolitikerInnen und zahlreichen
Unterstützern aus alle Welt, die sich in vorderen Reihen der Demonstration postierten, zu verdanken,
daß im letzten Jahr der CSD in Warschau trotz eines Verbotes stattfinden konnte.
Auch in diesem Jahr soll es den CSD in Warschau geben. Doch dazu benötigen die polnischen Schwulen
und Lesben wieder Unterstützung aus dem Ausland. Der Leipziger Rosa Linde e.V. möchte sich mit
einer Aktion beteiligen. Am 9. Juni fährt ein Bus in Richtung Warschau. Nach der Demo wird die
Rückreise angetreten. Die Teilnahme kostet 55 Euro.
Informationen beim Rosa Linde e.V.
MM
|