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Gegenpol Ausgabe Juni 2007
CSD Leipzig
Die Organisatoren des Leipziger Christopher-Street-Day sind geschockt, denn genau an dem Tag, an dem
die einwöchige Veranstaltungsreihe mit der großen CSD-Demonstration durch die Innenstadt zu Ende gehen
soll, will der Hamburger Neonazi Christian Worch die Stadt mit einem rechten Aufmarsch heimsuchen. Für
den 21. Juli hat Worch jedenfalls einen Umzug durch Leipzig angemeldet.
Die CSD-Organisatoren sind besorgt darüber, daß es zu Störungen des CSD und zu Zusammenstößen mit den
Neonazis kommen könnte. Die Stadt wurde aufgefordert, jede Möglichkeit zu prüfen, den brauen Aufmarsch
zu verhindern, teilte Sprecher Daniel Gollasch mit. Viele Schwule und Lesben sind schon Opfer rechter
Gewalt geworden und es kann nicht sein, daß ihnen eine gemeinsame Anreise nach Leipzig mit
Rechtsextremisten zugemutet wird. Auch eine geordnete CSD-Parade durch Leipzig ist kaum denkbar, wenn
sich zum gleichen Zeitpunkt hunderte Neonazis, tausende Polizisten und sicher auch viele linke
Gegendemonstranten in Leipzig aufhalten werden.
Aber eine Verlegung des CSD kommt nicht in Frage, nicht nur weil der Termin schon lange feststeht und
bundesweit publiziert wurde. Eine Absage oder Verschiebung der Parade hieße, sich den Nazis
unterzuordnen. Schwule und Lesben, da ist sich das Orga-Team des CSD sicher, werden hier Courage
zeigen, denn die Farbe braun hat keinen Platz auf der Regenbogenfahne.
Zum Redaktionsschluß stand noch nicht fest, ob die Stadt Leipzig die geplante Neonazi-Demonstration
am 21. Juli genehmigt, mit Auflagen versieht oder verbietet. Gegenpol wird weiter berichten. Alle
CSD-Informationen gibt es auch online unter www.csd-leipzig.de.
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